29.8. – 1.9. Tokyo I

Wednesday, September 2nd, 2026

Nach manchen Besuchen sollte man dem Besuchten etwas Zeit zur Erholung geben. Zum Beispiel nachdem da so ein AKW aufgibt. So als kontextloses Beispiel. Aber zurück zum Thema und entsprechend auf nach Fernost. Ich war ja schon eine Weile nicht mehr da, also könnte man Mal wieder in Japan nach dem Rechten sehen. Und aus Tradition gibt es auch wieder den Startpunkt Tokyo.

Für den Überblick kann man sich dann auch erstmal auf genug oben einrichten. 25. Stock lässt da schon weit blicken. Also wenn da keine Wolken rumhängen. Aber einen netten Blick auf die Skyline gibt es auch so. Sieht soweit erstmal noch intakt aus.

Das muss man dann auch nochmal alles aus der Nähe anschauen. Also auf ins Getümmel und nach Shinjuku und Shibuja. Da schauen wieder Echsen freundlich von den Dächern und im (Shinjuku Gyoen National) Garden blüht einiges auch noch. Einen (Meiji Jingu) Schrein später wird getanzt. Macht also auch einen guten Eindruck. Nur bei manchen Sachen, die man so auf Regierungsgebäude projeziert, kommen so leichte Zweifel. Zurück in Shibuja ist aber alles wieder beim Alten und die Influencer stürzen sich auf die Kreuzung, um vor allem anderen da zu sein…

Wenn die Stadt ok ist, muss man auch nochmal raus fahren. Kamakura zum Beispiel. Da fängt der Tag zwar leicht nieselig an, stabilisiert sich dann aber weitgehend. Also Klassiker ablaufen: die Bahnlinie, die den ein oder anderen Vorgarten kreuzt, gibt es noch. Auch der Buddha in Kotoku-in steht noch und drinnen ist es so stickig wie immer. Nebenan im Hase-dera Tempel scheint auch noch alles im Lot. Nur für die Hortensien waren wir leicht zu spät. Die gibt es dann nur auf dem Photo.

Beim Stop danach auf Enoshima gab es dann doch eine leichte Änderung. Irgendwie haben sie die Insel umgebaut. In meiner Erinnerung war der Weg zu den Höhlen flach am Meer entlang und wurde den Mitlaufenden auch so annonciert. Jetzt haben sie aber einen Berg in den Weg gesetzt, so dass man einiges noch und runter muss. Ein kleines Detail, aber sorgte dann doch für leichte Überraschung und ein erhöhtes Trainingsaufkommen, was so nicht ganz geplant war.

Ein Tag blieb dann noch in Tokyo, bevorb es weiter gehen sollte. Da schaut man dann doch mal beim Gastgeber vorbei – bei Kaisers bzw lokal eher Tenno genannt im Imperial Palace. Irgendwie hat uns dann aber doch keiner reingelassen. Es muss aber jemand da gewesen sein. Teile des Vorplatzes waren abgesperrt und ein Helikopter flog auch hin und her…

Naja, schaut man sich eben den Vorgarten an (Imperial Palace East Gardens). Scheinbar hatten da andere noch die gleiche Idee. Auf alle Fälle waren wir hier nicht ganz allein. Trotzdem ist das Areal groß genug und wir konnten auch noch Pausen und/oder Photos machen. Der Turm, so sagte man, wäre nach dem letzten Brand nicht mehr komplett aufgebaut worden. Nachdem man das Fundament fertig hatte, ist irgendwem aufgefallen, dass man das Land zwischenzeitlich geeinigt hat und in Friedenszeiten so eine Festung nicht mehr so viel Nutzen hat. Von daher gibt es jetzt noch eine kleine Plattform in einem Garten, aber keine richtige Festung drumherum mehr – von den Außenmauern und dem Graben mal abgesehen.

Anschließend haben wir dann noch in Asakusa vorbeigeschaut. Erst von oben rechts Lage peilen und dann mitten durch das Gewühl. Manche haben sich ihre Autogramme des Tempels abgeholt, andere ihre Photos gemacht und nochmal andere haben dabei zugesehen. So hatte jeder was davon. Beim Glück ziehen, war diesmal eher nicht so was Passendes dabei – dann wird das eben zum Verbrennen an die Seite geknotet. Nach einem kurzen Intermezzo beim Abendessen (Reisomlett) mit Blick auf den Tokyo Sky Tree, war es dann auch schon dunkel. Aber dann kann man dem Tempel ja nochmal in angeleucht anschauen und alle Photos nochmal als Vorher-Nachher-Version machen.

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